NORDAMERIKA, COSTA RICA

COSTA RICA - EINE REISE INS GRÜNE HERZ MITTELAMERIKAS

Nach unseren Urlauben in Südostasien, Australien, Nordamerika, wagten wir den Schritt um einen neuen Teil der Welt zu erkunden. Also entschlossen wir uns zu einem Trip nach Mittel-/Südamerika. Costa Rica zählt als eines der am einfachsten und sichersten Länder dieser Region. Wochen zuvor haben wir versucht ein paar Wörter Spanisch zu lernen, da wir uns gerne vor Ort in der Landessprache verständigen wollten und dies für Individualreisen in dieser Gegend sowieso hilfreich ist.

Die erste Frage stellte sich zwischen Reisen mit öffentlichen Verkehrsmittel oder Mietwagen. Wir entschlossen uns für einen kleinen 4x4 Mietwagen, damit wir unabhängiger bleiben und auch auf den zahlreichen Pisten fahren konnten.

Die Reisezeit lag in der Regenzeit, was uns aber aus Erfahrungen in Südostasien nicht abgeschreckt hatte, aber wir sollten eines besseren belehrt werden…

Erste Station war San Jose, eine eher langweilige Hauptstadt mit wenigen Sehenswürdigkeiten. Durch die zahlreichen Stacheldrähte rund um jedes Haus erkannten wir bald den Unterschied zum Thema Sicherheit in Mittel-/Südamerika im Gegensatz zu Asien. Wer nicht gerade wie eine Weihnachtsgans geschmückt durchs Land reist, braucht sich weniger Sorgen machen.

Zu Beginn standen der Vulkan Poas und der Vulkan Arenal auf dem Programm, wo wir eine super Unterkunft gefunden haben. Im Arenal Backpackers schläft man in gemütlichen Zelten mit Doppelbett, vom Regen geschützt unter einem fest installierten Dach. Alles ist sehr sauber und der Besitzer ein Costa Ricanischer Fußballprofi ist freundlich und hilfsbereit. Absolut zu empfehlen!




Über die Nebelwälder von Santa Elena sind wir Richtung Westen aufgebrochen. Nach wenigen Tagen haben wir feststellen müssen, dass Regenzeit in Costa Rica, tägliche Schauer ab 14 Uhr bedeuteten. Da es meist bis zum nächsten Morgen nicht mehr aufgehört hatte, wurden sämtliche Aktivitäten kurzerhand auf den Vormittag verlegt.

Am Rio Celeste, welcher uns durch Bilder seines türkisfarbenes Wasser aufgefallen ist, sind wir dann bei 3 Stunden wandern durch den Regenwald ordentlich nass geworden und auch an den nachfolgenden Tagen regnete es immer wieder. Bei der Fahrt durch die Halbinsel Nicoya, welche größtenteils aus ungeteerten Strassen bestand, kamen wir dann erstmals in eine brenzlige Situation. Eine Zufahrt zu einer Brücke war halb weggespült und nur noch knapp so breit wie unser Auto. Nach einem kurzen Gespräch mit einem einheimischen Kleinlasterfahrer (der sich nicht mehr rübergetraut hat) entschlossen wir uns es zu probieren. Alternativ hätten wir wieder 200km auf der Piste zurück müssen. Sandra durfte vorher aussteigen und alle Wertsachen zu Fuß über den Fluss schaffen. Dann wurden die Fenster runtergekurbelt und ohne Gurt ging es im Schritttempo über den Rest der Brücke. Nachdem es am Abend wieder komplett durchgeregnet hat und weitere Strassen weggespült wurden, entschlossen wir uns am nächsten Morgen die Halbinsel mit der einzig möglichen Fähre wieder zu verlassen.




Auf dem Festland ging's in den Manuel Antonio N.P. wo wir viele Tiere (Faultiere, Affen, Waschbären, Tukane) sehen konnten.






Über den Cerro de la muerte (den Todespass) sind wir Richtung Karibikküste aufgebrochen, wo das Wetter deutlich besser war. Abhängen an der Karibik und weitere Tierchen im Cahuita N.P. waren angesagt.

Einzig die Unterkunftsuche in Cahuita gestaltete sich als schwierig, da alles wegen eines Volksradrennens ausgebucht war. Zwei US Amerikaner aus Seattle, die ein Ferienhaus in Cahuita haben, vermieteten uns ihr Gästezimmer in einem selbstgebauten "Baumhaus" mit Blick in den Dschungel.




Aufgrund der vielen Regentage zu Beginn der Reise und den bis auf die Karibikseite eher schlechten Wetteraussichten, haben wir unseren Rückflug über Atlanta umgebucht. Dadurch hatten wir noch 10 Tage für einen Kurztrip durch die Südstaaten. Näheres dazu im Bericht "USA Südstaaten".
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